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Niedergründau um 1827 Niedergründauer Zeittafel Anton Calaminus

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Anton Calaminus

Der bedeutendste Sohn des Pfarrhauses auf dem Berg war Leopold Peter Anton Jakob Calaminus. Er wurde am 19. März 1808 als Sohn des Pfarrers Franz Calaminus geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Rothenbergen, des Gymnasiums in Büdingen und der Hohen Landesschule in Hanau studierte er in Marburg Theologie. 1828/29 war Anton Calaminus Hauslehrer in der Familie seines Oheims in dem Spessartdorf Eschau bei Obernburg am Main, ab 1830 Erzieher des Erbgrafen von Ysenburg-Wächtersbach, von 1836-1841 Pfarrer in Wächtersbach und ab 1841 Pfarrer an der Marienkirche in Hanau, später auch Metropolitan (Pfarrer mit Aufsichtsbefugnis). Obwohl er von seinem Beruf stark in Anspruch genommen wurde, fand er dennoch Zeit, sich auch der Heimatgeschichte zu widmen. Er verfaßte zahlreiche Aufsätze und Schriften zur Geschichte des Hanauer Landes und der Grafschaft Ysenburg. Mit Gleichgesinnten gründete er am 18. September 1844 den Hanauer Geschichtsverein, dessen Vorsitz Calaminus von 1844-1854 und von 1866 bis zu seinem Tod am 3. Juli innehatte. Außerdem war er Mitbegründer der Stadtbibliothek und des Historischen Museums in Hanau.
Den Ort seiner Kindheit, den "Berg" und die "Bergkirche", beschrieb Calaminus in dem Buch "Blumen aus dem Kintzigthale" :

"Nach diesem in schöner Form aus dem Thale aufsteigenden Hügel, der von gesegneten Fluren und Weingärten umkränzt, Pfarrhaus, Kirche und ein ehemaliges Schulhaus nebst einer Ziegelhütte trägt, und eine weite, liebliche Fernsicht bietet; dorthin, als nach meinem Geburtsorte, wenden sich meine Blicke mit der wehmüthig frohen Erinnerung, welche sich an den Schauplatz der glücklichsten Lebenszeit der Kindheit, so unzertrennlich anknüpfet..."