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Geographie


Das Ronneburger Hügelland Ortsplan

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Das Ronneburger Hügelland

Luftbild Niedergründau 1969



Liegt Niedergründau im Vogelsberg oder in der Wetterau? Beides wird von den Niedergründauern zu Recht verneint. Zu welchem Naturraum gehört es eigentlich?

Über die naturräumliche Gliederung Deutschlands haben sich die Geographen Gedanken gemacht und Deutschland seit den 50er Jahren unseres Jahrhunderts in kleinere Gebiete, die gemeinsame Merkmale aufweisen, eingeteilt. Dem Bereich zwischen Wetterau, Vogelsberg uns Spessart - dem nordöstlichen Teil des Rhein-Main-Tieflandes - gab man wegen seiner hügeligen Struktur und der dieses Land überragenden Burg den Namen „Ronneburger Hügelland“. Das Ronneburger Hügelland gliedert sich in drei Teile, das eigentliche Ronneburger Hügelland (mit Niedergründau) im Nordwesten, die Kinzigniederung in der Mitte und das Oberrodenbacher Hügelland im Südosten. Im Westen grenzt es an die Wetterau, im Osten an den Büdinger Wald und im Süden an den Vorderen Spessart.

Das eigentliche Ronneburger Hügelland ist eine hügelige bis kuppige Landschaft, die vorwiegend aus Schichten des Rotliegenden aufgebaut ist. Diese fallen wie beim Messeler Hügelland (südlich von Frankfurt) nach Norden ein. Vor der Sandstein-Steilstufe des Büdinger Waldes zieht sich ein schmaler Streifen Dolomit-Kalk der Zechstein-Zeit hin, der an mehreren Stellen zutage tritt. Die älteren Täler sind groß, breit und muldenförmig, die jüngeren V-förmig. Auf den langgestreckten Bergrücken finden sich Reste tertiärer Basalt- und Trappdecken: Die Lavamassen, die sich im Tertiär in die Talmulden ergossen hatten, sind bis zur Gegenwart von „Wind und Wetter“ als Härtlingszüge herausgearbeitet worden. Der Löß auf den Höhen und Hängen wurde während der Eiszeit aus der Oberrheinischen Tiefebene (Schotterebenen von Ur-Main und Ur-Rhein) hierhergeweht.

Die Kinzigniederung weist ein nur geringes Gefälle auf, daher kam es zum Mäandrieren (= Mäandrierung, Schlingenbildung des Flusses.

Luftbild Niedergründau 1989

Das Oberrodenbacher Hügelland ist ebenfalls von Rotliegenden gebildet. Hier fehlen aber die basaltischen Härtlingszüge. Dafür prägen markante Zeugenberge (= Einzelberge) der Zechstein- und Buntsandstein-Zeit die Landschaft, zum Beispiel bei Meerholz.
Die bunten Letten des Rotliegenden und der Lö ergeben gute Ackerböden, die intensiv genutzt und mit Getreide (derzeit vor allem Weizen) und Hackfrucht (heute meist Mais und Raps) bestellt werden. Auf den Härtlingszügen wachsen Buchen-Mischwälder. Die Talgründe werden als Wiesen und Weiden genutzt.
Das Jahresmittel der Temperatur liegt in den Tälern (etwa 150m ü.NN, Niedergründau 135m) bei 8,5°, auf den Höhen (etwa 250m) bei 8°, die mittlere Julitemperatur bei 17,5° (17°) und die mittlere Januartemperatur bei 0° (-0,5°). Es gibt 20 Eis- und 80 Frosttage im Jahr. Die Niederschläge betragen 650 bis 750 mm und steigen von Westen nach Osten an. 10% fallen als Schnee. An 30 bis 40 Tagen liegt eine geschlossene Schneedecke. An 230 (225) Tagen ist es mindestens fünf Grad warm. Die Apfelblüte fällt in die Zeit vom 29. (30.) April bis zum 5. Mai.
Inzwischen (1988) wurde die Einteilung der Naturräume verfeinert, d.h., die nuturräumliche Einheit „233“ wurde innerhalb des eigentlichen Ronneburger Hügellandes in kleinere Einheiten abgegrenzt:
233,0 Ronneburger Hügelland
233,00 Ronneburger Bergrücke
233,01 Ronneburger Hochfläche
233,1 Gelnhäuser Kinzigtal
233,2 Nordwestliches Spessartvorland
233,20 Meerholzer Hügelland
233,21 Oberrodenbacher Hügelland
233,22 Hahnenkammvorland
Dem ganzen hat man den Namen "Büdinger-Meerholzer Hügelland" gegeben.