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Im Volksmund bezeichnet "Grenn", d. h. Gründau, ausschließlich Niedergründau, während Hain- und Mittelgründau mit dem Bestimmungswort versehen werden:
"Hàgrenn" (à - Laut zwischen "a und o"), "Meddelgrenn". In Hain- und Mittelgründau wird das erste "e" von "Meddel" - sowie das "e" in "-grenn" als Doppellaut "e" mit sehr kurzem zweiten "e" gesprochen. Die Einschränkung von Gründau auf Niedergründau dürfte historisch zu begründen sein. Denn schon in den mittelalterlichen Quellen ist Gründau (als Ortsname) gleich Niedergründau. Die Einwohner von Niedergründau heißen "Grinner" (= Gründauer), die von Hain- und Mittelgründau "Hàgrinner" bzw "Meddelgrinner." In Langenselbold sagt man "Grenner", "Hàgrenner" bzw. "Meddelgrenner".
Als Flußname wird Gründau in der Mundart in keinem Dorf des Gründautals benutzt. Man bezeichnet den Bach im Volksmund als "die Bach" oder, wenn man ihn von einem anderen Bach der Gemarkung unterscheiden möchte, mit einem Zusatz, wie "die große Bach" (Niedergründau). In Langenselbold tragen einzelne Abschnitte der Gründau besondere Namen: z.B. in der Nähe der Geiß(furt)mühle "Gaastmillsbach", am Marktplatz "Määrtebach", am Brühl "Breulbach", an der Riedmühle "Reedmillsbach" (Doppelvokale = Dehnung : "ee" = langes "e". Der Flurname "die Grenn" bezeichnet ein feuchtes Wiesengelände an der Gründau unterhalb von Langenselbold.